Produktivität durch Selbstorganisation und Disziplin

Die Arbeit im HomeOffice birgt viele Vor- und Nachteile (Link dahin). Diese kann und sollte jeder für sich abwägen, da das isolierte Arbeiten nicht für jede Persönlichkeitsstruktur geeignet ist. Manche Menschen erhalten ab einem gewissen Zeitpunkt das Gefühl der Vereinsamung. Andere wiederum blühen richtig auf. 

Das Arbeiten von Zuhause aus erfordert ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Selbstmanagement. Sie sind für die Struktur des Tages verantwortlich, Sie sind in vielem auf sich alleine gestellt, Sie müssen dabei auch auf sich selbst achten. Kurzum: Das Arbeiten im HomeOffice verlangt Disziplin, Disziplin und nochmals Disziplin. Sonst besteht die Gefahr, sich zu verzetteln, unter negativen Stress zu geraten oder einen Lagerkoller zu entwickeln.

Daher schlagen wir die Integrierung und Einhaltung folgender Punkte vor:

Organisation des Arbeitstages
  • Erstellen Sie To-Do-Listen

    To-Do-Listen erleichtern, den Überblick zu behalten. Hier gilt es, unsere Empfehlung zu beachten, dass die To-Do-Liste realistisch gestaltet wird. Viele möchten zu viel an einem Tag erledigen. Wenn dies nicht umgesetzt werden kann, entstehen Frust und Demotivation. Lieber ein paar Punkte weniger notieren – es kommt sowieso an den meisten Tagen was Unvorhergesehenes noch dazu. Wann die Liste erstellt wird – am Vorabend oder morgens vor dem Start in den Arbeitstag – ist hingegen eine persönliche Entscheidung. Manche können ruhiger schlafen, wenn die Liste bereits getan ist; andere nutzen dafür lieber die Kraft und Energie des Morgens. Hier gibt es kein richtig oder falsch.  

     

  • Ordnung ist die halbe Miete
    Ein ordentlicher und sauberer Arbeitsplatz steigert die Produktivität. Langes Suchen, Chaos in den Papieren, wackelnde Aktentürme, alte Kaffeetassen verursachen auch Chaos im Kopf. Wie der Arbeitsplatz optimal gestaltet werden sollte, haben wir unter der Rubrik “Einrichtung und Ausstattung” ausführlich beschrieben. Hier interessiert mehr der Aspekt der Selbstorganisation. Ein diszipliniertes Ablagesystem, ein aufgeräumter Raum und ein übersichtlicher Arbeitsplatz lassen Kreativität und Konzentration entfalten. 

     

  • Ziehen Sie die Grenze zwischen privat und beruflich
    Wer Zuhause arbeitet, ist physisch für alle anwesend. Der Nachbar kommt mit einer Bitte, die Kinder stürmen in das Arbeitszimmer, ein Verwandter möchte am Telefon “nur kurz” was besprechen … Wer hier immer “ja” sagt, wird früher oder später im Chaos enden. Teilen Sie Ihre Arbeitszeiten Ihrer Familie oder dem engen Umfeld unmissverständlich mit. Arbeit ist Arbeit und sollte von allen als solche akzeptiert werden, auch wenn man sich am selben Ort befindet. In dieser Zeit sind Sie bis auf in Notfällen nicht ansprechbar. Und seien Sie auch hier konsequent. Was sich einmal eingeschlichen hat, ist so schnell nicht mehr zurückzudrehen. 

     

  • Der Weg zur Arbeit
    Nicht jeder hat in seinen eigenen vier Räumen ein zusätzliches Zimmer, dass nur zu Arbeitszwecken genutzt werden kann. Dennoch sollte ein fester Arbeitsplatz eingerichtet und nur zum Arbeiten genutzt werden. Neben den arbeits- und datenschutzrechtlichen Vorgaben (ausführlich dazu unter den Rubriken “Software” und “Gesetzliche Regelungen”) hat dies auch psychische Wirkung. Durch das Arbeiten Zuhause entfällt die Anreise um Büro. Aber auch im HomeOffice sollte man innerlich auf dem Weg zur Arbeit sein. Und sei es nur in den Nebenraum. Ihre innere Einstellung wird allein durch diese Kleinigkeit unterbewusst gesteuert und und schaltet in Ihrem Kopf von privat auf Beruf um. Ein unterschätzter Motivator.  

Selbstorganisatorische Regeln für das Arbeiten im HomeOffice

  • Kleider machen Leute
    Morgens aus dem Bett fallen, schnell einen Kaffee oder Tee gekocht und ab an den Schreibtisch. Sieht ja keiner. Das ist zwar richtig, aber behindert die Produktivität und mindert die Professionalität. Warum? Selbst Studien belegen es: Wer sich morgens für die Arbeit duscht, frisiert und angemessen kleidet, fühlt sich persönlich professioneller und strahlt dieses zudem auch aus. Nun muss man sich nicht in einen Anzug quälen, aber vernünftige und ordentliche Garderobe unterstützen das Gefühl, “auf der Arbeit” zu sein. Daher – so gemütlich es auch ist – raus aus den Schlabberklamotten und rein in die smart casual Ausstattung. 
  • Machen Sie Pausen
    Den kurzen Austausch auf dem Flur mit dem Kollegen, das Essen in der Kantine, die Wege durch das Gebäude – als dies gibt es im HomeOffice nicht. Einerseits gut, sind doch so die Ablenkungen auf ein Minimum reduziert, auf der anderen Seite vergisst man schnell im HomeOffice, auch mal eine Pause einzulegen. Diese sind für die Produktivität und Konzentrationsleistung jedoch von besonderer Wichtigkeit. Daher planen Sie Ihre Pausen fest ein und bleiben Sie auch hier diszipliniert.

     

  • Bewegung
    Wie auch bei den Pausen, ist im HomeOffice eine andere Disziplin im Bereich der Bewegung gefordert, als beim Arbeiten im Büro. Allein schon der Weg ins Büro entfällt, beginnend mit dem Verlassen des Hauses. Auch Bewegung sollte in den Arbeitstag eingeplant werden. Eine kurze Runde um den Block an der frischen Luft fördert die Denk- und Konzentrationsfähigkeit. Zudem verhindert sie das Entstehen des Gefühls von “Lagerkoller” bzw. des “sich Verkriechens” zu Hause. Unabhängig von den zusätzlich positiven Effekten für den Körper. “Mens sana in corpore sano” – ein gesunder (und produktiver) Geist in einem gesunden Körper.

     

  • Feierabend ist Feierabend
    Auch wenn es manchem noch so schwer fällt, wenn einem abends auf dem Sofa doch noch was durch den Kopf schießt und der PC nur 10 Meter von einem entfernt steht: Abschalten, sich mit anderen Dingen und vor allem der Familie oder Freunden beschäftigen, ist von unschätzbarem Wert für die eigene Produktivität. Nach Ende der Arbeitszeit sind Sie nicht mehr zu erreichen. Einmal zu oft dann doch noch den Anruf vom Chef annehmen und “nur schnell mal was Kleines erledigen” – nein! Grenzen ziehen und einhalten. Für Ihre Erholung, Ihre Produktivität und somit gute Ergebnisse für das Unternehmen.

  • Pflegen Sie trotz HomeOffice persönlichen Kontakt mit Ihren Kunden und Kollegen
    Menschen brauchen Menschen. Menschen vertrauen Menschen. Daher sollten Sie auch aus dem HomeOffice heraus weiterhin für Ihre Kunden und Kollegen sichtbar und nahbar sein. Dank der Digitalisierung haben wir heute viele Möglichkeiten, Nähe trotz ortlicher Entfernung zu generieren. Sei es am Telefon, über WhatsApp, Videokonferenzen via Zoom oder WebEx, in Blogs oder Podcasts – seien Sie präsent und pflegen Sie die zwischenmenschlichen Beziehungen. Dies muss auch nicht immer nur über berufliche Themen sein. Manche verabreden sich auch zu einer gemeinsamen Mittagspause via Video und diskutieren über Gott und die Welt oder tauschen Privates aus. Dieses Schaffen von Nähe verstärkt zum einen die Verbundenheit untereinander und zum anderen vermindert es das Gefühl der Isolation.

Was ist HomeOffice?

Das Thema “HomeOffice” ist seit Ausbruch der Pandemie in aller Munde. Doch was ist genau HomeOffice?

Absprachen im Unternehmen

Mit den richtigen Absprachen unternehmenskonform zu Hause arbeiten.

Selbstorganisation und Disziplin

Durch vorteilhafte Verhaltensregeln die Produktivität der Mitarbeiter stark steigern.

Team Koordination

Wie koordiniert man Mitarbeiter effizient und effektiv im HomeOffice?

Sichere Technik und ihre Regeln

Welche Software benötige ich in meinem HomeOffice und wie erhalte ich die Rechte?

HomeOffice-Einrichtung

Die richtigen Möbel und Sitzgelegenheiten steigern die Motivation der Mitarbeiter.

Zoom- & WebEx-Regeln

Mit den richtigen Einstellungen zum reibungslosen virtuellen Meeting starten.

Bisherige steuerliche Richtlinien

Welche steuerlichen Vorteile enstehen für Unternehmen durch das HomeOffice?

Ihre optimale HomeOffice-Ausstattung

Wollen Sie eine optimale Hardware-Ausstattung, um im HomeOffice und unterwegs effizient arbeiten zu können?

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