Bisherige steuerliche Richtlinien

In diesem Kapitel müssen wir zwei unterschiedliche Szenarien berücksichtigen: 

  1. Das Arbeiten im HomeOffice als Bestandteil der arbeitsvertraglichen Bedingungen und 
  2. das pandemiegeschuldete Arbeiten Zuhause.

Steuerliche Richtlinien für vertraglich festgelegte Telearbeit

Arbeitnehmern ist es bislang nur unter strengen Voraussetzungen möglich, das Arbeiten von Zuhause aus steuerlich geltend zu machen. Diese Voraussetzungen sind: 

  • In den Räumen des Arbeitgebers steht kein Arbeitsplatz zur Verfügung. Nur unter dieser Voraussetzung kann ein Arbeitsplatz Zuhause steuerlich geltend gemacht werden.
  • In den eigenen vier Wänden wird der Arbeitsplatz von dem Finanzamt nur dann als solcher anerkannt, wenn er
  • in einem separaten abgeschlossenen Arbeitszimmer steht,
  • dieser Raum mindestens zu 90% beruflich genutzt wird,
  • dieser Raum ist wie ein Büro eingerichtet,
  • keine privaten Gegenstände oder ein Gästebett beinhaltet.

Nur wenn diese Voraussetzungen alle gegeben sind, kann der Arbeitsplatz im Bereich der Werbungskosten bis zu einer Summe von 1.250,–€ abgesetzt werden.

Kosten anteilig steuerlich geltend machen

Auch hier gelten zunächst die oben genannten Voraussetzungen. Ohne eine Erfüllung dieser, werden diese nicht anerkannt. Sollten die jedoch gegeben sein, dann können für 

  • Miete
  • Strom
  • Grundsteuer
  • Versicherungen
  • Müllabfuhr
  • Schornsteinfeger
  • Kreditzinsen

anteilig abgesetzt werden. Berechnet wird dies nach dem Verhältnis der Größe des Arbeitszimmers zu der Gesamtwohnfläche

Arbeitsmittel können hingegen voll über den dafür geltenden Zeitraum abgesetzt werden.

Steuerliche Richtlinien für HomeOffice während der Pandemie

Seit Ausbruch der Pandemie arbeiten Millionen an Arbeitnehmern aus Sicherheitsgründen von Zuhause aus. Und an dieser Situation wird sich sobald nichts ändern. Nun haben aber die wenigsten Haushalte einfach mal so einen Raum übrig, um sich nach den oben genannten Voraussetzungen einen Arbeitsplatz einzurichten. Viel eher ist es der Esstisch, eine Ecke im Flur oder sogar der Couchtisch, welche als Arbeitsplatz herhalten müssen. 

Daher machen sich sowohl der Bundesarbeitsminister als auch der Bund der Steuerzahler als auch die Vereinigte Lohnsteuerhilfe dafür stark, dass die strengen Bestimmungen gelockert werden. Dies steckt aber noch in den Kinderschuhen und wir möchten hier keine Spekulationen über den Ausgang abgeben. Sollte sich jedoch etwas für die steuerliche Situation ändern, werden wir Sie hier darüber informieren. 

Der Esstisch in der Küche, der improvisierte Schreibtisch im Wohnzimmer oder die Arbeitsecke im Flur – das war für Millionen Beschäftigte in den vergangenen Monaten der Arbeitsplatz. Wegen der Corona-Pandemie mussten sie ins Home-Office ausweichen und arbeiten oft bis heute dort. Die zusätzlichen Aufwendungen für die Arbeit zu Hause jedoch können nur wenige bei der Steuererklärung für 2020 geltend machen, denn die Kriterien dafür sind streng. Das könnte sich nun aber ändern. Finanzpolitiker aus Union und SPD wollen die Bürger beim Home-Office steuerlich entlasten. Wie und in welcher Höhe das geschehen könnte – darüber wollen sie in den kommenden Wochen beraten.

Bislang ist es für die meisten Arbeitnehmer kaum möglich, zusätzliche Aufwendungen für die Arbeit zu Hause von der Steuer abzusetzen, etwa höhere Strom- und Heizkosten oder einen Anteil der Miete. Voraussetzung dafür ist ein separates Arbeitszimmer. Es muss mindestens zu 90 Prozent beruflich genutzt werden. Ein Gästebett oder andere private Dinge darin sind tabu. Die wenigsten Arbeitnehmer dürften einen solchen Raum haben. Und selbst dann können sie die Kosten dafür nur geltend machen, wenn für die Tätigkeit im Home-Office kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Diese strengen Steuerregelungen jedoch könnten wegen der Corona-Pandemie nun gelockert werden.

In der Corona-Krise arbeiten viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilweise oder größtenteils zu Hause. Viele Unternehmen nutzen die Telearbeit als Bestandteil ihrer Corona-Sicherheitskonzepte. Fraglich ist allerdings, wie mit den damit verbundenen steuerrechtlichen Fragen umzugehen ist. Bisher kann Homeoffice in der Regel nur steuerlich geltend gemacht werden, wenn in den betrieblichen Räumen des Arbeitgebers kein Arbeitsplatz vorhanden ist. Lehrerinnen und Lehrer können etwa das häusliche Arbeitszimmer absetzen, die meisten abhängig Beschäftigten aber nicht. Auch ist in der Regel erforderlich, dass es ein eigenes Arbeitszimmer gibt, das für keine anderen Zwecke genutzt wird. Eine Ecke mit Schreibtisch im Schlafzimmer etwa genügt vielen Finanzämtern nicht, um die Kosten auch absetzen zu können.

Einen Schreibtisch im Durchgangszimmer, die Arbeitsecke im Wohnzimmer oder den Laptop auf dem Küchentisch akzeptiert das Finanzamt also nicht. Anerkannt wird das häusliche Arbeitszimmer nur, wenn es sich um einen abgeschlossenen Raum handelt, der wie ein Büro eingerichtet ist und fast nicht privat genutzt wird. Als Faustregel gilt laut Rauhöft: 90 Prozent der Nutzung sollte in etwa beruflich und 10 Prozent dürfen privat sein.

Ausgaben als Werbungskosten absetzbar

„Können Sie nachweisen, dass Ihnen für die Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, sind im Jahr bis zu 1.250 Euro als Werbungskosten absetzbar“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Ist das häusliche Arbeitszimmer sogar der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit, können die Kosten in voller Höhe als Werbungskosten abgesetzt werden. In der Regel ist das aber nur bei Freiberuflern der Fall.

Werden die Voraussetzungen erfüllt, können die Aufwendungen für Miete, Energiekosten, Grundsteuer, Versicherungen, Müllabfuhrgebühren oder den Schornsteinfeger anteilig geltend gemacht werden. Wer ein Arbeitszimmer in seinem selbst genutzten Haus oder seiner Eigentumswohnung eingerichtet hat, kann auch die auf das Arbeitszimmer entfallenden Kreditzinsen steuerlich geltend machen.

Finanzamt erkennt Kosten anteilig an

„Die anstelligen Kosten richten sich dabei nach dem Verhältnis der Fläche des Arbeitszimmers zur gesamten Wohnfläche“, sagt Isabel Klocke. Macht das Arbeitszimmer also beispielsweise 20 Prozent der Wohnfläche aus, können die auch 20 Prozent der anfallenden Kosten abgesetzt werden. Ausgaben für die Ausstattung des Arbeitszimmers können hingegen in voller Höhe berücksichtigt werden. Gut zu wissen: Auch wenn mehrere Personen ein häusliches Arbeitszimmer nutzen, kann jeder von ihnen seine Aufwendungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen. 

Werden die Voraussetzungen erfüllt, können die Aufwendungen für Miete, Energiekosten, Grundsteuer, Versicherungen, Müllabfuhrgebühren oder den Schornsteinfeger anteilig geltend gemacht werden. Wer ein Arbeitszimmer in seinem selbst genutzten Haus oder seiner Eigentumswohnung eingerichtet hat, kann auch die auf das Arbeitszimmer entfallenden Kreditzinsen steuerlich geltend machen.

Kosten für Ausstattung der Arbeitsecke werden akzeptiert

Teure Arbeitsmittel müssen über mehrere Jahre abgeschrieben werden. „Das hängt von der üblichen Nutzungsdauer des Gegenstandes ab“, erläutert Klocke. „Für Handys zum Beispiel gilt noch eine Nutzungsdauer von fünf Jahren.“

Wer für dienstliche Belange jetzt auch seinen eigenen Telefon- und Internetanschluss nutzt, kann einen Teil der Ausgaben ebenfalls absetzen. Arbeitnehmer können 20 Prozent der jeweiligen Monatsrechnung, maximal aber 20 Euro pro Monat als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Alternativ können auch Arbeitgeber die Kosten pauschal steuerfrei erstatten.

Arbeitssituation dokumentieren

Wer nicht die Möglichkeit hat, seine Waschküche, Vorratsräume oder Abstellkammern kurzerhand in ein Arbeitszimmer umzuwandeln, sollte sich aber nicht entmutigen lassen. „Machen Sie die Kosten für das Arbeitszimmer im kommenden Jahr geltend“, rät Klocke.

Der Bund der Steuerzahler will sich ebenso wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) dafür einsetzen, dass die Bestimmungen zur steuerlichen Anerkennung von heimischen Arbeitsplätzen angesichts der Corona-Krise gelockert werden.

Beschäftigte, die jetzt notgedrungen im Homeoffice arbeiten, sollten sich für die Steuererklärung 2020 vorbereiten: „Machen Sie ein Foto von ihrer Arbeitssituation“, rät Klocke. „Am besten, Sie machen Fotos an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Uhrzeiten, damit klar wird, dass das nicht nur einmalig war.“

Arbeitnehmer sollten sich außerdem eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers ausstellen lassen, in welchem Zeitraum ihr Arbeitsplatz im Unternehmen nicht zur Verfügung stand und deshalb von zu Hause aus gearbeitet werden musste, rät die VLH.

Auch eine Aufzeichnung, wann der häusliche Arbeitsplatz wie genutzt wurde, kann bei der Dokumentation gegenüber dem Finanzamt im kommenden Jahr helfen. „Je detaillierter die Aufzeichnungen und die Nachweise sind, desto größer sind die Chancen, dass die Finanzämter die Aufwendungen anerkennen“, erklärt die VLH. 

Aktuelle Bestimmungen bezüglich einer HomeOffice-Pauschale für Arbeitnehmer

#Update
Stand 30. November 2020

Wie versprochen, informieren wir Sie auf der Seite www.homeoffice-leitfaden.de zeitnahst über alle neuen und aktuellen Regelungen das HomeOffice für Arbeitnehmer betreffend. 

Nach längerer Diskussion, ob es überhaupt eine Entschädigung für Arbeitnehmer geben solle und wie dann diese auszusehen hätte, hat sich die Große Koalition nun in manchen Punkten geeinigt. 


Die Einigung sieht wie folgt aus: 

  • eine Steuerpauschale von 5€ / Tag
  • maximal jedoch 500€ (anfangs waren 600€ im Gespräch)
  • das entspricht 100 Tagen
  • die Regelung ist zunächst auf 2 Jahre begrenzt


Folgende Einigung steht noch aus: 

Es ist noch nicht festgelegt, ob die HomeOffice-Pauschale für Arbeitnehmer zusätzlich zu dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000€ p.a. gestattet werden wird. Wir werden Sie jedoch darüber informieren, sobald es hier eine Einigung geben sollte. 

 

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